AKTUELLES    2017

Gerade erschienen:

"Im Dschungel der Kunstwelt" - eine  Graphic Novel

256 Seiten im Format 26 x 21 cm, durchgehend farbig, Hardcover, Fadenheftung.

Erhältlich in Köln in der Buchhandlung Walther König, Ehrenstraße 4 – die haben es! Preis: 48.- Euro.

Oder direkt beim Autor bestellen - über das Kontaktformular (unter dem Menu Deutsch-start), zu 50.- Euro inkl. Versandkosten.

 

In diesem ungewöhnlichen Künstlerbuch geht es um die Erfahrungen des Künstlers Georg K., der Hauptgestalt dieser Graphic Novel, mit dem Kunstbetrieb. Ein satirischer Rundumschlag! Im Dschungel der Kunstwelt  wimmelt es nur so von skurrilen, grotesken Gestalten - frei der Wirklichkeit abgeguckt.  Manches ist erfunden, das meiste selbst erlebt. Über die Satire hinaus taucht das Buch ein in die schwierigen Fragen nach der Existenz von Kunst.

Im Hintergrund die Atelierwand mit einigen ausgewählten Originalzeichnungen.

Hier eine kleine Auswahl aus dem Abschnitt "Vernissage in N.Y."

Die Handlung setzt ein auf dem Höhepunkt des furiosen Aufstiegs des Künstlerstars Georg K., kurz vor seiner Vernissage in der Alpha&Omega-Gallery von Gerry Lagossian in N.Y. Die Kunstwelt von N.Y. wartet gespannt auf den Künstler, doch der entzieht sich wieder einmal der Öffentlichkeit.

Neue Bilderserien Okt./Nov. 2017

"Leben mit Kunst"

"Ein Bild soll hübsch sein, merk' dir das, mein Junge!" (110x90 cm, Okt. 2017)


"Vernissage"

Rechtzeitig zum kurz bevorstehenden Erscheinen der angekündigten Graphic Novel "IM DSCHUNGEL DER KUNSTWELT" habe ich Ende Oktober 2017 mit einer Bilderserie zum Thema "Vernissage" und "Leben mit Kunst" begonnen. Einige Bilder werden hier in oder Folge gezeigt. Mit wenigen Ausnahmen alle Acryl/Lwd. 110 x 90 cm.


Im Druck und bald ausgeliefert - Coming soon

Im Dschungel der Kunstwelt - Graphic Novel

Im Dschungel der Kunstwelt

 

In diesem ungewöhnlichen Künstlerbuch geht es um die Erfahrungen des Künstlers Georg K., Hauptgestalt dieser Graphic Novel, mit dem Kunstbetrieb. Ein satirischer Rundumschlag! Im Dschungel der Kunstwelt  wimmelt es nur so von skurrilen, grotesken Gestalten - frei der Wirklichkeit abgeguckt.  Manches ist erfunden, das meiste selbst erlebt. Über die Satire hinaus taucht das Buch ein in die schwierigen Fragen nach der Existenz von Kunst.

Die Handlung in Kürze: Der spätberufene Künstler Georg K. arbeitet sich hoch über Kunstmärkte und kleinere Galerien.  Statt sich nach furiosem Aufstieg in seinem Erfolg zu sonnen, macht er sich, angeödet von der Kunstschickeria, aus dem Staub, um in Asien Klarheit über seinen Weg zu finden.  Was er dort findet, ist nicht weniger grotesk. Auch die europäischen Sinnsucher inIndien bedenkt er mit seinem Kommentar.  Von dort schickt er geheimnisvolle Pakete mit Stapeln von Zeichnungen, aus denen ein Buch werden soll.  Nach vier Jahren kehrt er zurück und merkt, dass man ihm nach dem Leben trachtet, weil er zu tief hinter die Kulissen des Kunstbetriebs geblickt hat...

256 Seiten, Hardcover, 26 x 21 cm. Näheres bald hier und auf Facebook.

 


Offenes Atelier + 15 Jahre Art Factory

Am Samstag, 9. und Sonntag, 10. September ist mein Atelier in der ART FACTORY in Köln-Dünnwald geöffnet. Ich freue mich über viele Besucher! Öffnungszeiten und Rahmenprogramm sowie ausstellende Atelierkollegen siehe Einladungskarte!


Neue Bilderserie:

Erzählungen eines Blumenstraußes

(Tales of a bouquet)

No. 4

Erzählungen eines Blumenstraußes – IV – Tales of a bouquet IV

Wieder einmal blockierten die Lastwagen eines Filmteams beide Straßenseiten auf 200 Metern.  Wieder ein Tatort-Dreh? Ich trat aus dem Haus, meinen lädierten Tulpenstrauß in der Hand, edel schienen sie noch, die gefüllten bordeauxroten und weißen Tulpen, dick wie Pfingstrosen. Ein Catering-Junge wies mir den Weg zum Nebeneingang des Botanischen Gartens:  „Sie drehen gerade auf den Tulpenbeeten! Dort spielt die Musik!“ Da wurde ich Zeuge einer merkwürdigen Szene.  Stalin, etwa Mitte 50, oder zumindest ein äußerst echt wirkender Schauspieler, der Stalin verkörperte, trug seine Tochter in den Armen. Sie ließ sich wie ein nasser Sack hängen, und er stapfte rücksichtslos durch das Tulpenbeet mit den wunderschönen roten und weißen Tulpen. Was wollte der Regisseur damit vermitteln? Ich kannte das berühmte Foto, er mit seiner Tochter, ein scheinbar liebevoller Vater, sie mit bewunderndem Lächeln, etwa 1937 gemacht.  Die Schauspieler bekamen die Szene nicht hin wie auf dem Foto, er blickte brutal, packte sie mit seiner Pranke wie mit einer Kralle, sie lächelte nicht, sondern erstarrte vor Schrecken. Wussten die Schauspieler, dass das Foto wurde gemacht wurde, als er hunderte seiner Gegner in den Moskauer Schauprozessen verurteilen und später liquidieren ließ? Und als die Ukraine systematisch ausgehungert wurde? Was sollte dieses Filmarrangement? Was wollte der Regisseur? Die Widersprüchlichkeit seines Charakters hätte man auch weniger drastisch vermitteln können.  Ich entschloss mich zu einer Handlung, die ich später bereute. Ich nahm den Tulpenstrauß, der so gut zu dem ganzen Beet passte, als hätte Stalin ihn selbst daraus gepflückt, drückte ihn dem Stalindarsteller in die Hand, immerhin verhalf ich ihm damit zum Abflug eines Lächelns. Der Regisseur nickte: „Toller Einfall, und jetzt weiter durchs Beet stapfen!“

 

Tales from a bouquet – IV

Once again the trucks of a film company blocked both sides of our street. Another detective movie? A catering boy showed me the way to our botanical garden:  „Go straight on, they are shooting a scene on the tulip beds!“ I still hold the used bouquet with red and white tulips in my right hand. In the middle of the tulip bed I saw Stalin with his daughter, I knew the famous photo from 1937, or better: the actors representing Stalin and his daughter. Instead of a smiling she looked like terrified. What was the intention of the director? To demonstrate the contradiction of his caracter? It was just the year of the climax of the Moscow political trials and of the  forced famine in the Ucraine. I took my tulip bouqet and handed it to the Stalin-actor. „Great idea“, the director shouted, „and now continue to go on through the tulip bed!“

Tales of a bouquet 3:

Erzählungen  eines Blumenstraußes III  – tales from a bouquet  III

Ich nahm die schon etwas lädierten Tulpen und stieg in die 2. Etage hoch. Dort wohnte seit ein paar Tagen ein Schauspieler, mehr wusste ich nicht. Ich klopfte. „Komm rein, die Tür ist nur angelehnt!“ Er saß auf einem Stuhl, hatte vor sich eine Puppe – oder war es die Miniaturausgabe eines etwa dreijährigen Knaben? – in einem rätselhaften höfischen Kostüm, als wäre die Gestalt aus einem Gemälde von Goya entsprungen. Probte er für eine Dramenszene? Ich fand den Anblick so merkwürdig, dass ich ihm mit ein paar blassen Worten schnell die Tulpen in die Hand drückte, um sie loszuwerden.  Bloß raus aus dieser Wohnung.

 

I took the bouquet of tulips and climbed to the second floor, where since some days an actor was living.  I knocked at the door. „Come in, the door is open!“ The man sat on a chair, a doll of one meter – or was it a miniature version of a three years old boy? – between his legs, in a rare archaic court costume, as if he had sprung out from a painting of Goya.  I found this sight so strange that I gave him the bouquet, murmured some polite words, and left the room in a hurry.

 

 

 Was war vorher passiert? Das war die Zeit, als ich einen Blumenstrauß nach dem anderen zeichnete, malte, zeichnete, malte. Ob der alte Musiker in der Wohnung über mir über mir sich über den Strauß mit bordeauxroten und weißen Tulpen gefreut hatte? Von oben hörte ich ein Poltern und ein Aufschlagen eines massigen Körpers. Ich rannte hoch, der Alte ließ seine Tür immer offen, für den Fall, dass ihm etwas passierte.  Er lag am Boden, neben ihm eine leere Flasche Rotwein. Die Blumen waren vom Sessel gerutscht. „Nimm Sie mit, ich kann sie sowieso nicht gebrauchen, habe keine Vase!“ lallte er,  ich verstand es erst, als ich mich zu ihm hinunterbeugte.

Erzählungen eines Blumenstraußes (1-2)  (Tales of a bouquet, 1-2)

 

Georg hatte den opulenten Tulpenstrauß für eine besondere Gelegenheit gekauft: 10 weiße und 10 bordeauxrote, alle gefüllt, als wären sie Pfingstrosen.  Abends wollte er sie seiner Frau überreichen, wenn sie zur Tür hereinkommen würde. Bis dahin wurden sie zwischengelagert in einer Vase auf dem Nierentisch mit der schwarzen Glasplatte.  Auf dem Weg vom Balkon warf er mit der großen Gießkanne den Strauß zu Boden und tränkte den anatolischen Teppich.  Die IKEA-Vase  ging in Scherben. Das war für ihn nicht weiter schlimm.  Aber der Strauß!  Konnte er für sie einen neuen besorgen, wenn der Laden am Plätzchen noch auf hatte?  Er klaubte die Blumen mit seinen klobigen Händen zusammen, arrangierte sie auf der Glasplatte neu, strich das bereits zerknüllte Papier glatt, umgab die Tulpen damit und stieg drei Treppen hoch zu dem alten Musiker, der dort schon lange wohnte, als sie vor 12 Jahren in das Haus gezogen waren. Der Mann saß, die knochigen Hände verkrampft aneinander gepresst, auf einem weißen Designersofa, das so gar nicht zu ihm passen wollte. Georg wollte ihm den Strauß überreichen, doch der Mann veränderte seine Handhaltung nicht. So stellte  er ihm den Strauß zwischen die geöffneten Schenkel, die  Blumen machten geduldig mit, was ihnen angetan wurde, und der alte Mann blickte weiter stoisch auf den Bildschirm. (Bilder 120 x 100 bzw. 130 x 100, alle 2017)

(Weitere folgen)

Leider schon vorbei:

GRENZENLOS

BEGEGNUNGEN IN EUROPA UND ASIEN

ERÖFFNUNG AM SONNTAG, 28.5. 2017, 16 - 20 UHR

IM BÜRGERHAUS STOLLWERCK, Dreikönigenstr. 23, Köln

Zehn Malerinnen und Maler aus Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien und Japan stellen vom 28. Mai bis zum 25. Juni 2017 im Bürgerhaus Stollwerck zu Köln gemeinsam ihre Bilder aus. Sie stehen mit ihrer Kunst zugleich symbolisch für Europa und Asien.

 

Seh- und Malweise der Künstlerinnen und Künstler, so unterschiedlich sie auch sein mögen, verbindet eine Besonderheit: die Europäer sind durch viele Reisen in Asien, die Asiaten durch Studium und langjährigen Aufenthalt in Europa geprägt, ohne ihre Verankerung in Kultur und Kunst ihres jeweiligen Herkunftslandes aufzugeben. Dies zeigt sich sowohl in der Wahl der Bildmotive als auch in der Maltechnik und künstlerischen Ausgestaltung der Bilder.

 

Auf zahlreichen Reisen in asiatische Länder – Indien, Myanmar, Indonesien und Nepal – hielt ich in den letzten Jahren  Alltagsszenen in Skizzen und Fotos fest. Im Atelier wurden die Eindrücke dann verarbeitet, entstanden aus Skizzen und Fotos Bildkompositionen.

 

In dieser Ausstellung bin ich mit Alltagsszenen aus Indien vertreten.  Meine Bilder sind realistisch gemalte Momentaufnahmen von Menschen bei der Arbeit und im Straßengeschehen, bei Festen und religiösen Zeremonien. In den ausgestellten Indienbildern kommt es mir darauf an, skizzenhaft, mit lockerem Pinselstrich einen besonderen Moment einzufangen, in dem sich Leben verdichtet.

Eines meiner Bilder mit Alltagsszenen aus Indien

BAUARBEITERIN IN EINEM TEMPEL IN TAMIL NADU, SÜDINDIEN, 2014